• Elefant Suter
    Literatur

    Rezension || Elefant von Martin Suter

    Dunkle Wissenschaft, leuchtendes Wunder


    Sie ist klein. Sie ist rosa. Und sie leuchtet. Sabu. Was klingt wie ein Mädchentraum der Generation Disney Princess, ist in Wahrheit die unglaubliche Titelfigur aus Martin Suters Roman Elefant. Der Autor erzählt dabei die Geschichte eines kleinen rosa fluoreszierenden Elefanten, der für die einen ein rentables Geschäft sein soll, während er für die anderen ein Wunder ist, das es zu beschützen gilt. Spannend, unterhaltsam und voller Emotionen wirft der Roman gleichzeitig in typischer Suter-Manier gesellschaftspolitische und ethische Fragen auf, die zum Nachdenken anregen. Grenzen der Gentechnik werden dabei genauso thematisiert wie das Leben in der Obdachlosigkeit.

  • Känguru-Trilogie
    Literatur

    Rezension || Die Känguru-Trilogie von Marc-Uwe Kling

    Chroniken, Manifeste und Offenbarungen


    Wie würdet ihr reagieren, wenn plötzlich ein Känguru vor eurer Türe steht, sich als neuer Nachbar vorstellt und nach Eiern fragt. Wahrscheinlich genauso irritiert wie der Ich-Erzähler Marc-Uwe Kling in der Känguru-Trilogie – zumindest am Anfang. Denn zwischen den beiden entwickelt sich eine völlig absurde Beziehung, die weit über eine herkömmliche Freundschaft hinausgeht. Aber wie sollte es auch anders sein, wenn ein kommunistisches, arbeitsverweigerndes und anarchisches Känguru mit einem leichten Hang zur Gewalt auf einen kritischen aber selbstironischen Kleinkünstler trifft.
    Ich habe selten so gelacht.

  • bleiben
    Literatur

    Rezension || bleiben von Judith Taschler

    Das Leben geht seine eigenen Wege


    Manche nennen es Schicksal, andere Zufall und dritte eine göttliche Fügung. Es gibt einfach Dinge, die man nicht beeinflussen kann. Die passieren. Und dann gibt es bewusste Entscheidungen, mit denen wir unser Leben selbst in die Hand nehmen können. bleiben von Judith Taschler bewegt sich genau an dieser Gabelung. Es geht um unverhoffte Begegnungen, die unser Leben nachhaltig beeinflussen. Aber auch um selbst getroffene Beschlüsse, die einen (nach Jahren noch) prägen und beschäftigen. Es geht um Liebe und Tod. Um Reue und Vergebung. Um Ziele/Pläne und Hoffnung. Und ums „bleiben“.

  • HarryPotterandthecursedchild_Icon
    Kultur

    Theater || Harry Potter and the Cursed Child

    Nächster Halt: Hogwarts!


    Ich bin wohl das Paradebeispiel für das, was man als Harry-Potter-Generation bezeichnet. Von der ersten Zugfahrt mit dem Hogwartsexpress, über nächtliche Ausflüge mit der Karte des Rumtreibers unter dem Tarnumhang, über Zaubertränkeunterricht bei Professor Snape bis hin zur finalen Schlacht habe ich alles miterlebt. Habe mitgezaubert. Mitgelitten. Mitgeträumt. Und wie aufgeregt war ich nach dem schweren Abschied, als 2016 ein achter Harry Potter angekündigt wurde. Nachdem ich das Drehbuch von Harry Potter and the Cursed Child bereits wenige Tage nach Erscheinen gelesen hatte, habe ich es nur 2 ½ Jahre später endlich zur Aufführung im Palace-Theater in London geschafft. Mischief managed!

  • Alte Geister ruhen unsanft
    Literatur

    Rezension || 1. Knickerbocker für Erwachsene, Thomas Brezina

    Alte Geister ruhen unsanft


    Thomas Brezina war in meiner Kindheit einer meiner absoluten Lieblingsautoren. Tom Turbo, 7 Pfoten für Penny oder eben die Knickerbocker Bande – ich habe die Bücher verschlungen, die Hörspiele rauf und runter gehört und nachts von den Abenteuern geträumt. Als ich auf Facebook erfuhr, dass Thomas Brezina einen neuen Knickerbocker unter dem Titel „Alte Geister ruhen unsanft“ geschrieben hat – ein Buch für Erwachsene – war ich sofort Feuer und Flamme. Dass ich mit meiner Euphorie nicht alleine war, zeigten die völlig überfüllten Lesungen, die endlosen Schlangen vor den Signiertischen und die zahlreichen Likes und Kommentare auf Social Media. Aber kann das neueste Abenteuer der Knickerbocker den Erwartungen der erwachsen gewordenen Fans standhalten?

  • Totenrausch
    Literatur

    Rezension || Totenrausch von Bernhard Aichner

    Blums letztes Abenteuer


    „Glaubst du, Bernhard Aichner ist ein Autor, der Happy Ends schreibt?“, fragte mich meine Freundin kurz vor der Buchpräsentation von Totenrausch. Eine berechtigte Frage möchte man meinen. Aber wenn man weiß, welchen Charakter Aichner mit seiner Figur Blum erschaffen hat, doch auch etwas ironisch. Brünhilde Blum. Verwitwet und Mutter zweier Kinder. Von Beruf Bestatterin. Und außerdem eine gesuchte Mörderin auf der Flucht.

  • Der verlassene Rummelplatz
    Literatur

    Rezension || Der verlassene Rummelplatz von Marcel Zischg

    Wenn die Kindheit zum Alptraum wird


    Der Naturnser Jungautor Marcel Zischg ist vor allem für seine Märchen, Sagen und Erzählungen für Kinder bekannt. In „Der verlassene Rummelplatz“, 2016 im Engelsdorfer Verlag erschienen, schreibt er nun erstmals über junge Menschen. Den Pfad der Kinder- und Jugendliteratur verlässt er dabei und zeigt in dreizehn Kurzgeschichten tiefenpsychologisch die größten Sorgen, seelischen Nöte und tiefsten Sehnsüchte von Kindern auf.

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen