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Reisen

Australien: Darwin und Umgebung erleben!

Goldgräberstimmung und Naturerlebnis

Darwin war der erste Stopp auf unserer Australien-Reise. Und was soll ich sagen, das Land hätte uns nicht besser aufnehmen können. Unsere ersten Australischen Tierwesen, viel Natur und ein buntes, trinkfestes Menschentreiben. Darwin ist dabei zwar die größte Stadt im Northern Territory, hat aber durchaus Kleinstadtcharme und bietet viel Platz für Ausflüge, Schwimmspaß – abseits der Krokodile – und sonstige Möglichkeiten zur sportlichen Betätigung.


Die Ankunft in Darwin

Darwin liegt im Norden Australiens, ist Australiens einzige Tropenhauptstadt und wird auch als Tor zu Asien bezeichnet. Das war es auch für uns, denn dort kamen wir von Hongkong aus gegen fünf Uhr morgens bei ca. 30 Grad Außentemperatur an. Da wir um die Uhrzeit noch nicht einchecken konnten, legten wir uns, fertig wie wir von der langen Reise waren, mit unseren Backpacks in einen Park unter einen Baum. Der frühe Vogel fängt den Wurm scheint es hier zu heißen, denn zahlreiche motivierte Australier joggten bereits zu dieser Stunde bei uns vorbei. Gegen 7:30 Uhr erbarmte sich unser Hostel das Crocodilly Inn und ließ uns auf unser schlichtes Zimmer. Nach dem langen Flug verschliefen wir dort aber erstmal den Großteil des Tages.

Erst gegen Abend machten wir uns zu unserer ersten Stadterkundung auf. Wir flanierten durch die Stadt, die mich ein bisschen an eine Goldgräberstadt erinnerte, was Darwin ja irgendwie auch ist. Dabei reiht sich ein Pub neben den anderen. Einer voll wie der andere, das Publikum multikulturell, jugendlich (aber nicht jung) und locker. Was uns dabei auffiel: Die Leute in Darwin laufen nicht nur, sondern trinken auch. Na dann, cheers! Spontan buchten wir auch gleich den Litchfield-Trip im Happy Travels, den wir zwei Tage später machen wollten, und wurden dort später auch für unsere spätere Reise mit tollen Tipps ausgestattet.


Mit dem Rad die Stadt erkunden

Radfahren ist ja eigentlich gar nicht meines, aber irgendwie passte es dort zum Lebensgefühl in Darwin und ich ließ mich überreden. Also borgten wir uns für ca. 25 Dollar ein Rad aus und fuhren damit die Stadt an der Küste entlang ab – gut ausgebaute Radwege gab es ja. Dabei kamen wir an traumhaften aber verlassenen Buchten und Stränden vorbei – der Grund: Krokodile, wie wir später erfuhren – bis hinauf zu Lee Point. Zufällig haben wir in der Nähe einen Wanderweg durch ein Waldstück gefunden, durch das wir unsere Räder geschoben haben. Ein rascheln im Gebüsch ließ uns hellhörig werden. Nach kurzem Umsehen erkannten wir zwei Wallabys, die sich aber gleich eilig aus dem Staub machten. Erster Tag und gleich zwei Kängurus gesehen … läuft, würde ich sagen. „Gelaufen“ bin ich dann übrigens auch, weil mein Hintern das Fahrradfahren nicht mehr mitgemacht hat. Aber wie heißt es so schön: Wer sein Rad liebt, der schiebt. Und so konnte ich wenigstens das Küstenflair noch ein bisschen mehr genießen.

Den Abend verbrachten wir im Hafenviertel – ein Kontrastprogramm zum oberen Bereich mit Goldgräbercharme. Alles wirkt neu und schicker. Eine Promenade lädt zum Schlendern ein und mündet in eine Art Kulinarik-Zentrum. Von Burger bis Seafood gibt es hier alles. Außerdem gibt es einen Wasserpark, in dem man schwimmen gehen könnte.


Die Tour nach Litchfield

Gegen 6 Uhr Früh holte uns ein kleiner Reisebus für unsere Tour nach Litchfield und zum Adelaide River ab. Überraschender waren unter den ca. 20 Teilnehmern hauptsächlich ältere Menschen, die sich aber sehr lieb um uns bemühten.

Adelaide River

Die Gegend um Darwin ist für ihre Jumping Crocodiles bekannt. Einige davon befinden sich im Adelaide River. Den Fluss erkundeten wir bei einer Bootstour, die Krokodile ließen dabei nicht lange auf sich warten. Die ersten entdeckten wir faul am Ufer. Unser Guide, der Crocodile Dundee echt Konkurrenz machte, lockte ein paar Krokodile mit einer Hühnerkeule an. Gut gesichert hinter einem Gitter konnten wir beobachten, wie die Tiere nach dem Fleisch schnappten. Dabei kamen sie ganz schön weit aus dem Wasser, richtig gesprungen sind sie allerdings nicht, dafür war ihnen bei über 30 Grad zu kalt – der australische Winter kann schon hart sein.

Litchfield National Park

Anschließend ging es weiter nach Litchfield. Der National Park ist die sozusagen die kleine Schwester des Kakadu National Park. Ich kann leider keine Vergleiche ziehen, weil wir in Letzterem nicht waren, allerdings wurde er uns als touristischer und, nun ja, größer beschrieben. Wie dem auch sei, Litchfield punktet durch eine paradiesische Natur. Mit Wasserfällen, Plateaus und mehreren Meter hohen Termitenhügel. Dort stoppten wir als erstes, bevor wie weiter zu den Wangi Falls aufbrachen. Der Wasserfall erinnert an eine Filmkulisse. Wie eine Lagune angelegt, kann man darin schwimmen und theoretisch unter dem Wasserfall „duschen“. Wir waren allerdings nicht die einzigen dort. Nach einem kleinem Busch-Essen mit Gemüse, Fladen, Käse und Fleisch standen die Florence Falls auf dem Programm. Das sind die bekanntesten Wasserfälle in der Gegend und dort wurden angeblich sogar wirklich Filme gedreht. Vom Parkplatz führen ca. 100 Stufen nach unten, auch hier kann man schwimmen, oder man setzt sich weiter oben in den Zufluss – das ist fast wie Wellnessen und auch weniger besucht als der Wasserfall zuvor. Letzter Stopp war der Buley Rockhole. Nach einem kurzen Spaziergang kommt man dabei zu kleinen Wasserfällen mit Terrassen, in denen man baden kann.

Alles in allem ein wirklich schöner Ausflug, der trotz der langen Fahrt sehr entspannend war. Gegen 17 Uhr waren wir zurück im Hostel.


Sunset Market at Mindil Beach

In erster Linie ist der Markt am Mindil Beach ein Food Market, bei dem man sich durch thailändisches, indisches, chinesisches, brasilianisches, portugiesisches Essen – also einmal quer durch die Welt – probieren kann. Er findet immer donnerstags zwischen 16 und 21 Uhr statt, ab und zu auch am Sonntag. Neben dem Essen wird man von Street Artists und Didgeridoo-Spielern unterhalten. Außerdem gibt es auch Stände mit Kleidern und Schmuck zum Stöbern. Zum Sonnenuntergang versammeln sich die Schlenderer mit ihren Getränken und Leckereien am Strand und schauen der Sonnen beim Verschwinden im Meer zu. Klingt kitschig? Ist es auch ein bisschen, aber trotzdem schön und sollte man auf keinen Fall verpassen.

Ein gelungener Abschluss eines schönen Reiseauftakts. Von dort aus ging es weiter an die Ostküste.

Sonnenuntergang am Mindil Beach

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